Tangua vs. Old Shatterhand

oder die Frage nach Ethik und Moral

 

Tangua geht davon aus, dass Apatschen dazu da sind, gute Pferde zu züchten und diese dann von den Kiowas stehlen zu lassen. In Winnteou I schickt er seine Pferdediebe los, die dann von den Apatschen getötet werden. Da dies von Tangua als ein Frevel an seinem Weltbild betrachtet wird, will er die Apatschen körperlich züchtigen, indem er sie angreift.

In der Geschichte El Sendador (Am Rio de la Plata) reist der Ich-Erzähler (Old Shatterhand) mit der Postkutsche. Die Zugtiere werden dabei gequält und abgehetzt. Ein Pferd bricht vor Erschöpfung zusammen und wird dabei schwer verletzt. Die Angestellten der Postkutsche schneiden das Tier los und schleifen es auf die Seite, dort lassen sie es in seinen Qualen liegen. Der Ich-Erzähler erkennt, dass das Tier langsam verrecken soll. Darum erlöst er es von seinen Qualen. Die Angestellten der Postkutsche verlangen jetzt überhöhte Pferdepreise wegen Erschiessens von Postkutschen Eigentum. Da die Angestellten der Postkutsche in frevlerischer Weise das Pferd sterben lassen wollten und noch die Frechheit besassen dem Ich-Erzähler das Tier zu horrenden Preisen anzurechnen, ballt dieser die zerschmetternde Hand und züchtigt die Leute der Postkutsche.

Der Ich-Erzähler ist die Personifikation des Guten, Tangua die des Bösen. Warum eigentlich, wenn sie ihre persönlichen Ansichten genau gleich in die Köpfe der andern schlagen?

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