Der Schatz im Silbersee im KKL

Am 2. und 6. Januar 2019 sowie am 15. März 2019 spielt im Kultur- und Kongresszentrum Luzern KKL das 21st Century Orchestra die Old-Shatterhand-Melodie“.

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Winnetou: Der Schatz im Silbersee

Karl May gilt als einer der bedeutendsten Verfasser von Abenteuerromanen und erlangte gerade durch die in drei Bänden erschienene Erzählung um den Indianer Winnetou und seinen Blutsbruder Old Shatterhand besondere Berühmtheit. Viele seiner Werke sind für die Bühne adaptiert oder verfilmt worden. So unter anderem „Der Schatz im Silbersee“, der 1962 u.a. mit Pierre Brice, Lex Barker, Karin Dor und Götz George in den Hauptrollen Premiere feierte. Nicht nur die grossartige Romanvorlage, auch die von Martin Böttcher komponierte Filmmusik trug zum enormen Erfolg des Films bei. Das musikalische Hauptthema, vielen bekannt als die „Old-Shatterhand-Melodie“, verkaufte sich als Single über 100.000 Mal – für rein instrumentale Filmmusik ein Überraschungserfolg! Im KKL erklingt der wunderbare Soundtrack nun erstmals live vom 21st Century Orchestra gespeilt während der ganze Film „Der Schatz im Silbersee“ dazu auf Grossbildleinwand zu sehen ist.

21st Century Orchestra · Ludwig Wicki, Leitung

Lorenz

 

 

Kino und Livemusik in der Festhalle Rüegerholz Frauenfeld

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Die Idee ein musikübergreifendes Projekt durchzuführen hat die Stadtmusik Frauenfeld schon länger gereizt. Mit dem Stadtorchester haben sie nun die Ergänzung gefunden.

Kino und Livemusik in der Festhalle Rüegerholz Frauenfeld
Die Stadtmusik Frauenfeld und das Stadtorchester Frauenfeld präsentieren berühmte Filmmelodien wie „Theme from Schindler’s List“, „Winnetou & Old Shatterhand“, „Mary Poppins Selection“ und viele weitere Highlights der Filmmusik untermalt mit den passenden Filmausschnitten.

Leitung: Thomas Fischer und Andreas Pfenninger

Freitag, 16. November 2018, 20:00 h bis 22:00 h
Samstag, 17. November 2018, 19:30 h bis 21:30 h
Sonntag 18. November 2018, 12:00 h bis 14:00 h

Alles weitere wie Vorverkauf, Festwirtschaft, Morgenessen am Sonntag und vieles weiteres auf der speziellen Webseite  www.cinemusicfrauenfeld.ch

Der Duft der grossen weiten Welt

Interessant ist die kleine Präsentation von Karl Mays Marienkalendern im Museum Fram im Klosterdorf Einsiedeln. Das Thema der Ausstellung heisst „Globale Lokalgeschichten“ und zeigt auf, wie aus diesem Dorf mit dem weltbekannten Verlag Benziger, Karl May in Amerika Fuss fasste. Dass Winnetou noch kurz vor seinem Tod von Old Shatterhand getauft wurde, steht in der amerikanischen Buchfassung „Winnetou The Apache Knight“. Die Ausstellung im “Fram” dauert bis April 2019.

Über die Eröffnung schrieb auch der Einsiedler Anzeiger.

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Wien ist eine Reise wert!

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Vom 21. bis zum 23. September 2018 fand der May-nungsaustausch in Wien statt. Um möglichst viel von Wien zu erleben, reiste ich bereits einen Tag früher an.

Aus dem Prater gibt es nicht viel mehr zu berichten, als dass das Abendessen im „Englischen Ritter“ ausgezeichnet schmeckte.

Nach der Rückkehr ins Tagungshotel erschien mir Schwester Mirjam, oder ich ihr! Mit interessanten Gesprächen über Gott, die Welt und Karl May verkürzten wir uns die Zeit, bis Marie Versini eintraf.

Am Freitag Vormittag wollte ich wie vor zwei Jahren durch den Park des Schloss Schönburnns flanieren. Allerdings war er dieses mal von ‚Herden‘-Touristen, «welche sich jeder Selbständigkeit begeben und ihren Hirten zu parieren haben» überfüllt.

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Am Nachmittag verglich im Eröffnungsvortrag Katharina Maier die Grünen Männer oder Wilden Männer der alten Märchen oder aus „Der Herr der Ringe“ mit den Karl May’schen Westmänner. Dies nicht unbedingt wegen ihres Aussehens, sondern viel mehr wegen ihrer Art, ihres Verhaltens als freiheitsliebende, unabhängige Naturburschen.

Der abendliche Kinobesuch mit „Winnetou I“ hat mir wieder einmal offenbart, dass ich mit Karl-May-Filmen nichts anfangen kann. Sowohl Sergio Leone und sowieso John Ford haben in meinen Augen weitaus romantischere, interessantere und vor allem spannendere Western gedreht. Vermutlich bin ich einfach 20 Jahre zu jung, um den Winnetou-Fanatismus zu verstehen.

Am Samstag Morgen wurden Bilder präsentiert. Zu erst von Joachim Klarner Karl May bezogene Exlibris, Bilder bzw. Markenzeichen, die als nicht zum Buch gehörender Bestandteil dieses zu einem einmaligen, persönlichen Buch machen. Im zweiten Vortrag zeigte uns Schwester Mirjam Ikonen, Jesusbilder, in denen Jesus einmal nicht als Kaukasier, sondern als Apache dargestellt ist. Den Abschluss des Vormittagsprogramms durfte ich übernehmen. Dabei versuchte ich die Aussage von Karl May, «den Tod der meisten [Freunde Old Shatterhands] verschuldete der bekannte Buffalo Bill» nachzuvollziehen und zu erklären.

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Am Nachmittag zeigte Elmar Elbs Impressionen aus den zwei Jahren „Winnetou in Engelberg“ und der Entstehung dieser höchstgelegenen Freilichtbühne in den Schweizer Alpen.

Volker Zotz zeigte uns vor der Pause die Spuren des Konfuzius bei Karl May auf. Es kommen so viele Spuren vor, dass Volker Zotz, wenn die Zeit vorhanden wäre, heute noch erzählen könnte.

Nach der Jause, was bei uns ein Zvieri oder Vesper wäre, wurde das Leben von Marie Versini vorgestellt. Nach einem Interview mit der Schauspielerin stellte sie sich für Autogramme zur Verfügung.

Der Abend klang beim Heurigen mit weiteren Diskussion über Gott, die Welt und Karl May, dies mal mit ostasiatischen Auslegungen von Gott, aus.

Am Sonntag wurde uns die Altstadt Wiens gezeigt. Nicht aber in der ‚Herde‘, einfach als Abfolge von Sehenswürdigkeiten, sondern verbunden mit Anekdoten und Geschichten. Nach einem letzten geselligen Mittagsmahl unter dem Kupferdacherl entdeckte ich mit Dorli und Markus auf einem Spaziergang weitere Gassen und Plätze von Wien.

Am Montag ging es dann im Windesflug oder einem vom Winde verwehten Flug zurück nach Hause, wo sich die Wiener Diskussionen über Gott, die Welt und Karl May endlich setzen konnten.

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Lorenz

Schülerwettbewerb „Karl May lebt“

T3_KM_aelter_PlaulAus Anlass ihres fünfzigjährigen Bestehens im Jahre 2019 richtet die Karl-May-Gesellschaft e.V. einen Wettbewerb „Karl May lebt“ für Karl-May-Projekte im Schulunterricht aus.

Ziel des Schülerwettbewerbs ist es, gerade heute junge Leserinnen und Leser mit den Geschichten und Romanen dieses großen Erzählers wieder vertraut zu machen, um so das vielschichtige und bedeutende Werk Karl Mays auch bei künftigen Generationen zu verankern.

Leider gilt dieser Wettbewerb nur für Deutsche Schulen :-(.

Informationenen zum Wettbewerb gibt es auf der Homepage der Karl-May-Gesellschaft.

Lorenz

Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft

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Nachdem Karl May ein langjähriger Begleiter war, sieht sich ein Karl May Freund aus Platzgründen gezwungen, das untere Gestell zu räumen. Es sind dies die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft von den Anfängen 1970 bis 2012. Auch abzugeben sind die beiden Karl-May-Jahrbücher 1978 und 1979 des Karl-May-Verlages.

Wer interssiert ist soll sich bitte bei mir melden, ich vermittle dann weiter.

Lorenz

Winnetou der rote Gentleman

Lieber Leser, weisst du, was das Wort Greenhorn bedeutet?

Vor 125 Jahren erschien das Buch zum ersten Mal, das mit diesem Satz beginnt. Es wurde zum deutschsprachigen Buch mit der grössten Auflage! Die Auflage dieses einen Buchs ist grösser als die Gesamtauflage des Werkes des zweiterfolgreichsten deutschen Schriftstellers Hermann Hesse!

Die Auflage von Winnetou I im Karl-May-Verlag ist heute über 3,9 Mio. Dazu kommen noch unzählige Ausgaben von anderen Verlagen sowohl lizenzierte, freie oder aber gestohlene Versionen.

«Winnetou der rote Gentleman» erschien 1893 in drei Bänden. Wie kann man in einem Jahr über tausend Seiten schreiben, drucken, vermarkten und verkaufen?

Die «Winnetougeschichte» ist alt! Karl May stieg 1874 ins Medienbusiness ein. Mit «Inn-nuh-woh, der Indianerhäuptling» erschien 1875 sein erster Western.

Das Buch Winnetou II besteht aus den Geschichten «Der Scout» 1889 und «Old Firehand» 1875. «Der Scout» erzählt die Geschichte eines deutschen Greenhorns, das von einem alten Scout angelernt wird und dabei auf Winnetou trifft. «Old Firehand» ist eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen deutschen Reisenden und Ellen, der Tochter Old Firehands. In Winnetou II hat Old Firehand einen Sohn namens Harry. Da Karl May nie viel Zeit in Überarbeitungen steckte, sind nicht alle Flirtversuche zwischen Harry und Old Shatterhand verschwunden.

Winnetou III wurde aus den Geschichten «Deadly Dust»1880 und «Im wilden Westen Nordamerikas» 1882/83, die den Tod Winnetous beinhaltet, zusammengestellt.

Diese vier Western sind aus der frühen Schaffensphase von Karl May. In all diesen Geschichten ist Winnetou über 50 Jahre alt und eine richtige Kampfsau! Sein Wigwam ist geschmückt mit den Skalpen der von ihm erlegten Feinde.

Winnetou I wurde 1892/93 als Vorgeschichte zur Vermarktung der vier alten Geschichten geschrieben. Die Anlehre als Schriftsteller war für Karl May hier schon längst vorbei, der Schreibstil entwickelt. Zudem ist Winnetou in Winnetou I gut 20 Jahre alt und der edle Wilde!

Wie bereits angedeutet, hat Karl May kaum umgeschrieben oder überarbeitet. So wirkt die Trilogie nicht immer stimmig und ist nicht kongruent. Wie soll z.B. ein 10-jähriger Winnetou so verliebt in Ribanna gewesen sein, dass er nachher nie mehr eine andere Frau ansehen hat?

Karl May schrieb afrikanisch-arabische Abenteuer, Heimatromane, Humoresken, Jugenderzählungen wie «Der Schatz im Silbersee», Actionromane für die ungebildete Arbeiterschicht und ab 1900 symbolisch-philosophische Romane. Trotz dieser Fülle an Geschichten und trotz der Inkongruenz in der Winnetou-Trilogie wurde diese zur erfolgreichsten und bekanntesten Geschichte Karl Mays.

Lorenz Hunziker